HR Trends 2021

2020 war für viele von uns ein schweres Jahr. Ein Jahr voller Veränderungen und einem nie da gewesenen gesellschaftlichen Wandel bedingt durch eine schwer zu verstehende und schwer zu greifende Situation durch COVID-19.

Ein Jahr mit vielen Einschränkungen und des Wandels – auch im Hinblick auf unseren Arbeitsalltag.

Auch 2021 wird sicherlich alles andere als ein gewöhnliches Jahr.

Sichere Planungen und Vorhersagen sind angesichts der immer noch sehr hohen Corona-Fallzahlen nahezu unmöglich. Hierdurch bedingt wird auch, dass das neue Jahr einiges an bis dato noch unvorhersehbaren Herausforderungen für uns bereithalten wird.

Die Rolle des HRlers hat sich in den vergangenen Monaten natürlich auch stark verändert. Vom Online-Recruiting, über die Art der Vorstellungsgespräche bis hin zum Ansprechpartner und Kümmerer für die vielen Fragen und Sorgen der Mitarbeiter im Unternehmen.

Bedingt durch COVID-19, aber auch den beschleunigt fortschreitenden Wandel in unserer Arbeitswelt lassen sich einige HR-Trends für 2021 klar benennen.

Hier findest du eine kleine Übersicht:
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    Los geht’s! Hier kommen die HR-Trends 2021:

     

    Trend 1: Homeoffice und mobiles Arbeiten leicht gemacht

    Homeoffice und das mobile Arbeiten haben sich durch die Pandemie viel früher als gedacht flächendeckend in unserem Berufsalltag etabliert, wo immer dies möglich und realisierbar ist.

    Jeder von uns hat sich auf eigene Weise damit arrangiert und gelernt neu zu denken.

    Wer jetzt allerdings annimmt, dass wir alle nach dem Ende der Pandemie wieder täglich wie gewohnt ins Büro zurückkehren, täuscht sich!

    82% aller Unternehmenschefs geben an, auch nach überstandener Pandemie, ihre Mitarbeiter zumindest zeitweise im Homeoffice oder Remote arbeiten lassen zu wollen.

    Das bedeutet: auch in Zukunft wird ein großer Teil der Arbeit vom Großraumbüro in das virtuelle Büro verlagert.

    Was für die Arbeitgeber vor allem die Frage aufwirft, was benötigen meine Mitarbeiter um genauso produktiv Remote arbeiten zu können wie im Büro?

    Und wie sorge ich trotz der neuen Distanz zwischen Mitarbeitern für einen kontinuierlichen Zusammenhalt im Unternehmen beziehungsweise in den einzelnen Teams?

    Hier gibt es viele Ansätze.

    Wichtig ist, dass die benötigte Infrastruktur geschaffen wird. Der Homeoffice-Arbeitsplatz muss von den Mitteln und Materialien ähnlich ausgestattet sein wie der Arbeitsplatz in den Räumen des Unternehmens. Nur so ist die Akzeptanz des Mitarbeiters auch nachhaltig gegeben.

    Unternehmen sind also angehalten und gut beraten, sich mit dem Thema mobiles Arbeiten intensiv zu beschäftigen. Sie müssen Wege, Mittel, KPIs und Tools finden, die dem Mitarbeiter diese Veränderung erleichtern und die Produktivität weiter auf hohem Niveau halten.

     

    Trend 2: Fortschreitende Digitalisierung im HR

    Heimlich, still und leise ist die Digitalisierung in vielen Lebensbereichen längst bei uns angekommen – im Privaten wie auch im beruflichen Umfeld.

    Wir alle nutzen Streaming-Dienste, kommunizieren über WhatsApp und Co., kaufen Tickets online, lassen unser Essen liefern und lernen unsere Partner zuerst virtuell kennen.

    Lange hinkten viele Unternehmen bei der Digitalisierung hinterher – Prozesse und Abläufe waren immer noch sehr analog, papierloses Office oft eine Wunschvorstellung.

    So auch im HR-Bereich.

    Nicht zuletzt hat uns COVID-19 aber gezeigt, dass dies in besonderen Zeiten tatsächlich so nicht mehr realisierbar ist. Unternehmen und Mitarbeiter sind nun dazu gezwungen schneller über Digitalisierung nachzudenken.

    Wir brauchen heute und künftig Zugriff auf unsere Daten von überall aus und das gerne auch möglichst in Echtzeit!

    Beispiele gibt es viele: Die Personalakte sollte digital verfügbar und abrufbar sein, das Recruiting, Onboarding, permanente Training und die Personalentwicklung finden künftig mehr virtuell statt.

    Personalcontrolling wird zum immer wichtigeren Instrument bei der Unternehmenssteuerung und so vieles mehr.

    Dass dies keineswegs ein kurzfristiger Trend ist, ist uns denke ich allen bewusst geworden.

    Hier ist jeder von uns gefragt: Haltet eure Augen und Ohren offen und versucht durch die Optimierung und Automatisierung eurer Prozesse den Arbeitsalltag des gesamten Unternehmens so einfach wie möglich zu gestalten!

     

    Recruiting

     

    Trend 3: Bye-Bye Stellenanzeige

    Auch im Recruiting wird es zu großen Veränderungen kommen: die klassische Stellenanzeige ist tatsächlich ein „Auslaufmodell“!

    In der Vergangenheit haben sich durchaus mindestens 30 Bewerber auf eine geschaltete Stellenanzeige beworben.

    Davon können die meisten Unternehmen heute nur noch träumen.

    Unternehmen können es sich nicht mehr leisten auf eingehende Bewerbungen von ausschließlich aktiv suchenden Kandidaten zu warten und müssen neue Wege finden die passenden Kandidaten zu finden und zu erreichen.

    Ähnlich wie im Marketing, ist heute ein Recruiting-Mix gefragt: ein bunter Mix aus Maßnahmen, um die passenden Kandidaten anzusprechen und zu gewinnen.

    Hier ist es wichtig, dass Unternehmen zunächst das oft veraltete Anforderungsprofil anpassen und sich Gedanken machen, welche Kenntnisse und Eigenschaften der passende Kandidat mitbringen muss.

    Daraus ableitend müssen HRler sich Wege überlegen, wie sie den/die passenden Kandidaten finden können: über Stellenanzeigen, Social Media, Employer Branding, aber auch die aktive Suche im passenden Umfeld.

    Dabei sind nicht mehr nur die fachlichen Kenntnisse eines Kandidaten wichtig – viele Unternehmen haben verstanden, dass auch Bewerber aufgrund ihrer persönlichen Kompetenzen zu dem Unternehmen, dessen Werten und in das jeweilige Team im Unternehmen passen.

     

    Trend 4: Matching

    Um das Matching möglichst genau und valide durchführen zu können, werden vermehrt Softwarelösungen und neue Tools zum Einsatz kommen.

    So kann die Passung genauer abgestimmt werden und durch neue Technologien bestimmte Eigenschaften und Kompetenzen genauer verglichen werden – wir sprechen hier nicht von einem reinen “Begriffs-Matching”.

    Hier geht es darum, über ausgetüftelte Algorithmen und Deep Learning wirkliche Fits zu ermitteln.

     

    Trend 5: Employer Branding

    Das Wort Employer Branding ist mittlerweile omnipräsent.

    Viele Unternehmen haben es bereits verstanden, sich “gut in Szene zu setzen”, ihre USPs klar herauszuarbeiten und potentiellen Bewerbern zu zeigen, was sie von dem Unternehmen erwarten können.

    In Zukunft sollten sich auch KMUs stärker mit dem Thema befassen, um möglichst viele potentielle interessante Bewerber auf sich aufmerksam zu machen und im War of Talent nicht gegen Big Player, die mehr sichtbar und “lauter” sind, zu verlieren.

    Employer Branding bietet einige Möglichkeiten, die im modernen Recruiting unabdingbar sein werden.

    Seht hier die Pandemie als Chance eure Prozesse und Strategien zu überdenken und großen Wert auf den Ausbau eurer starken Arbeitgebermarke zu legen.

     

    Trend 6: Nachhaltigkeit im HR

    Ein weiterer Trend, der auch durch Corona nicht gebremst und durch Politik und Gesellschaft immer mehr gepusht wird, ist der bewusste Umgang mit Ressourcen und Umwelt.

    Immer mehr Arbeitnehmer wünschen sich einen Arbeitgeber, der einen hohen Beitrag zu Klimaschutz und Umwelt leistet.

    Dies klingt allerdings einfacher als es ist, denn langfristige Strategien und klare Ideen sind gefragt.

    Der Anspruch geht dabei weit über den papierlosen Arbeitsprozess hinaus!

    Gefragte Themen sind beispielswiese auch Mobilität (Elektromobilität, ÖPNV, Ladeinfrastruktur, etc.), gesunde und nachhaltige Ernährung und Versorgung der Kollegen – und hier ist nicht nur der obligatorische wöchentliche Obstkorb gemeint – und viele andere Dingen.

    Diese Strategien und Werte lassen sich zudem optimal in das Employer Branding einarbeiten und sind ein absolutes Plus bei der Mitarbeitersuche.

     

    Trend 7: Bedeutung des Cultural- und Team-Fit

    In der Vergangenheit haben wir im Recruiting alle großen Wert darauf gelegt, die fachlich passenden Mitarbeiter einzustellen.

    Das Ergebnis war oftmals, dass Mitarbeiter sich nicht voll entfalten konnten, weil sie nicht die Arbeitsatmosphäre und das Umfeld vorgefunden haben, die sie dazu benötigt hätten und die sie befähigt hätte, über sich selbst hinauszuwachsen.

    Das alleine reicht aber längst nicht mehr – das haben wir alle verstanden.

    Denn die Folge war Fluktuation und große Know-How-Verluste in den Unternehmen.

    Heute geht es darum Mitarbeiter zu finden, die eben auch vom Mindset und ihrer Persönlichkeit her in das Unternehmen und vor allen Dingen in das jeweilige Team passen.

    Hierdurch lassen sich die Produktivität und die Innovationsfähigkeit im Team um ein Vielfaches steigern.

     

     

     

    Fazit

    Das sind unsere HR-Trends 2021! Jetzt ist die Zeit gekommen, um HR in den Mittelpunkt des Unternehmens zu rücken.

    HR muss dem Unternehmen einen klaren Mehrwert bieten – und was ist heute wichtiger als die passenden Mitarbeiter mit dem zum Unternehmen passenden Mindset zu finden, zu gewinnen und weiterzuentwickeln.

    In der Digitalisierung liegt das Potenzial zur Optimierung von Unternehmens-/HR-Prozessen – warum also die bereits angestoßenen Veränderungen nicht zum eigenen Vorteil nutzen?!

    Digitalisierung ist nicht nur technischer Fortschritt, sondern kann auch dazu beitragen, das H aus Human Resources noch weiter herauszuarbeiten.

     

    Allgemeiner Tipp von uns:

    Um den Ruf und das Ansehen der Personalabteilung in eurem Unternehmen weiter zu stärken, lasst euch durch eventuelle weiter unruhige Zeiten nicht verunsichern, sondern seid überzeugt von euren Entscheidungen und nutzt vorhandene und entstehende Potenziale.

     

    In diesem Sinne wünschen wir euch viel Spaß und frohes Arbeiten in einem neuen und aufregenden Arbeitsjahr 2021!

    Euer karriereheld-Team!

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